StadtRevue Archiv | Artikel

Ausgabe: 10.2019

Kategorie: Trinken & Essen - Neueröffnung
Stichwort: Kneipe

Forelle blau

Das ehemalige »Bierstüffje« im Belgischen Viertel hat einen neuen Namen. Eine große Auswahl an Bier gibt es weiterhin


Foto: Dörthe Boxberg


Nachdem Wirtin Brigitte Voigt über zwei Jahrzehnte verlässlich und schnörkellos das Viertel mit Bier versorgte, bekommt ihr ehemaliges »Bierstüffje« nun schon den zweiten Nachfolger innerhalb von anderthalb Jahren. Der Kneipe zwischen Venloer und Brüsseler Straße hat sich ein erfahrener Gastronom angenommen: Tobias Mintert betreibt nebenan die Barracuda Bar und in Ehrenfeld die Bar Zwei.

 


Schon von weitem sieht man das Leuchtschild über dem Lokal: »Bier«. Das Konzept des Vorgängers hat Mintert kaum verändert, es gibt aber mit fast 30 Plätzen mehr Außengastronomie, die lauschiger wäre, wenn sie nicht hinter einer Reihe parkender Autos läge. Außerdem gibt es mehr Biersorten aus dem Hahn, vorwiegend aus Deutschland. Unter den bis zu zehn abwechslungsreichen Fassbieren findet sich das mild-würzige Südstadt-Pils (3 €/0,3l) vom Brauhaus Johann Schäfer und das fruchtige Vulkan-Pale-Ale aus der Eifel (4,50 €). Das mit Hopfen bestreute »Bierchen« (3,50 €) ist ein Relikt des gleichnamigen Vorgänger-Lokals. Als Hochprozentiges gibt es Brände von Prinz aus Österreich (3,50 €/ 2cl) oder Wermut-Tonic-Kombinationen (6 €). Die Grundlage dazu liefern wechselnde kleine Gerichte (4–7 €) wie Eintöpfe oder Gulasch, aber auch Forelle, allerdings nicht »blau«, sondern geräuchert.

 

 

Die Atmosphäre ist schummrig und gediegen, die Playlist reiht Klassiker der 60er und 70er Jahre, von The Doors über die Rolling Stones bis zur ersten Single der Dire Straits aneinander.

 


50672 Köln, Belgisches Viertel, Bismarckstr. 44
Tel. kein Anschluss, Ö: 17–1, Fr bis 3, Sa 16–3, R: So


Von: Jan Lüke
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