StadtRevue Archiv | Artikel

Ausgabe: 4.2018

Kategorie: Trinken & Essen - Neueröffnung
Stichwort: Imbiss

Mad Dogs

Bei »Mad Dogs« auf der Aachener Straße betrachtet man die Wurst als Weltkulturerbe


Foto: Marcel Wurm

Die Wurst ist der kleinste Nenner des gastronomischen Alltags. Entsprechend wenig möchten wir dafür ausgeben. Der Goldstandard liegt hierzulande mit zwei Ikea-Einheiten außerordentlich niedrig für eine Nation, die ihre Wurstspezialitäten zum Weltkulturerbe zählt. Wohl deshalb erscheinen die Hotdogs im neuen Treff am Anfang der Aachener Straße teuer. 4,90 € kostet die Classic Version: Brühwurst im Soft Bun mit Gurken-Relish. Premiumversionen — mit mexikanischem, italienischem und orientalischem Touch — schlagen mit 7,90 € zu Buche. 

 

Nicht nur Toplagen im Belgischen Viertel, sondern auch gute Produkte haben ihren Preis: Die Wurst kommt aus der Metzgerei Laschke im Münsterland, die Brötchen von der Bäckerei Adolph in Weidenpesch. Die Hotdogs sind also keine Einheitsware, sondern individuelle Kombinationen — in Zusammenarbeit mit dem Gastro-Partner Guerilla Kitchen aus Hamburg. »Krauts Dog« (5,90 €) ist eine Bratwurst mit kräftiger Majoran-Note in einem etwas trockenen Ciabatta samt Kraut, das wegen der ausgeprägten Säure seinen Namen verdient. Als Beilage passen gute Süßkartoffel-Pommes (4 €) mit ungewöhnlicher Harissa-Mayonnaise. Der hausgemachte Krautsalat war aber auch für einen coleslaw (2,50 €) zu süß. 

 

Dazu trinkt man mildes »Supadupa IPA« aus der Hamburger Brauerei Überquell oder einen der Weine aus dem Sortiment vom Weingut Metzger aus der Pfalz (6,50 € / 0,2l).

 

50674 Köln, Belgisches Viertel
Aachener Str. 14
Ö: 12–22, Fr–Sa 12–23
Von: Johannes J. Arens