Letzte Nachrichten

Ticker: Ratssitzung am 16. Dezember 2014
16.12.2014 11:00

Blogs, die wir mögen

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS-Reader

RSS 0.91Nachrichten
RSS 2.0Nachrichten

StadtRevue Blog

30.06.2013
12:47

Netzmusik #10: Nochmal 18 sein

Dieses Mal in der Netzmusik: Duck on Cover aus Berlin, die Neuseeländer von Carb on Carb und Syntiepop vom Netlabel Brennessel aus Polen.

Diesen Artikel gibt's auch in der gedruckten Stadtrevue (Juli 2013).

Shearer – Duck on Cover (AF-Music)

Die Berliner Jungs machen alles richtig und das schon seit Jahren. Das aktuelle Album, mit dem herrlichen Titel (und einer Ente auf dem Cover) ist bereits das vierte Album, dass unter Creative Commons Lizenz veröffentlicht wurde; diesmal sogar mit der freiesten, der BY-Lizenz, also der Erlaubnis zur kommerziellen Nutzung und Weiterverarbeitung. Die Band nimmt alles selbst in die Hand und heraus kommt dabei erstaunlich knackig produzierte Rockmusik mit englischen Texten, die in der gleichen Liga spielt wie amerikanischer Stadion-Punk. Es ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis Shearer bei Rock am Ring spielen und endlich die Massen begeistern können, die sie verdient haben.

Carb on Carb – Ladies Mile EP (Papaiti Records)

Das Duo aus Neuseeland hätte in den frühen 90ern gut auf das 4AD Label gepasst; mit seinem Sound aus leicht verstimmter, extrem spielfreudiger Gitarre, sehr direktem, etwas zu leisem, unprätentiösen Frauengesang und einem Schlagzeuger, der im Zweifel lieber mehr spielt als sich zurückzunehmen. Das Ganze klingt dabei so frisch, als hätten die Beiden den Sound gerade erst für die Welt neu erfunden und noch nie etwas von den großen Rockpaaren der Musikgeschichte gehört. Und warum auch nicht? Sie sind jung und ihnen gehört die Welt. Sollen die anderen doch sehen, wie sie mit ihrer Midlifecrisis klar kommen. Wobei wir dann schon beim nächsten Thema sind.

V.A. - Pressure To Be - 18 And Under - New Zealand (Papaiti Records)

James Stuteley and Nicole Gaffney von Carb on Carb haben diesen fantastischen Sampler zusammengestellt. Der Name ist Programm: Sämtliche Musik stammt von Personen, die zur Zeit der jeweiligen Aufnahmen nicht älter als 18 Jahre waren und aus Neuseeland stammen. Und auch hier herrscht eine drängende Aufbruchstimmung, die Freude über die Entdeckung eines (vermeintlich) eigenen Sounds, eine erfrischend naive Gleichgültigkeit gegenüber bereits ausdefinierter Musikstile - wie schon bei Carb on Carb. Man müsste nochmal 18 sein.

Brennnessel Netlabel

Das Netlabel Brennnessel aus Polen huldigt mit seinen Veröffentlichungen dem Synthiepop der 80er Jahre, mit allem was dazu gehört. Erstaunlich dabei ist die Vielzahl an EP's von verschiedenen Künstlern die allesamt eine leicht schmierige, neuromantische Sehnsucht zu einen scheint: nach einer Zeit, in der ein Club noch Diskothek hieß, der Drumcomputer gerade erst erfunden war und die Analogsynthesizer noch nicht in Laptops emuliert wurden. Ein Stöbern im Archiv lohnt sich, und die Zusammenstellung eines eigenen Brennnessel-Mega-Mix könnte die nächste Party retten. Als Überhit sei hier "Tears from the sun" von "We draw A" empfohlen,

  •  
  • 0 Kommentar(e)
  •  

Mein Kommentar

Benachrichtige mich, wenn jemand einen Kommentar zu dieser Nachricht schreibt.