Wohin mit all den Eiern?

Vier Rezepte, mit denen man das Osternest leeren kann und lecker satt wird

 

Avocado-Eier-Gurken-Salat

Der Ruf der Avocado hat gelitten. Ihr Anbau verschlingt Unmengen Wasser, die Transportwege in die Kölner Supermärkte sind weit. Diesen Salat also lieber nicht zu oft zubereiten, auch wenn er super schmeckt und schnell gemacht ist! Als erstes die Soße anrühren. Dazu den Saft von zwei Zitronen mit sechs Esslöffeln Olivenöl, einem Esslöffel Honig, Salz und Pfeffer gut verrühren. Dann drei Eier in etwa sieben Minuten wachsweich kochen, in kaltem Wasser abkühlen lassen, pellen und klein schneiden. Auch übrig gebliebene, hart gekochte Ostereier eignen sich gut! Anschließend eine große Salatgurke der Länge nach halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Ein bis zwei Tüten Mozzarella (aus Büffelmilch, wer’s fetthaltig mag) in kleine Stücke rupfen und zwei reife Avocados in mundgerechte Stücke schneiden. Alle Zutaten in eine Salatschüssel füllen, mit der Soße übergießen und vorsichtig vermengen. Dann ein Bund Koriander waschen, abtrocknen, die Blätter abzupfen und über den Salat streuen. Dazu passt Baguette oder Ciabatta, mit dem sich die Salatsoße am Ende gut auftunken lässt. Achtung, auch wenn dieses Essen sehr nahrhaft ist, reicht es selten für mehr als zwei Personen!

Anne Meyer

 

Frittata

Omelett klingt etwas altbacken, besser ist es, wenn man die Eierspeise beim Namen ihrer italienischen Schwester nennt: Die Frittata ist für die Alltagsküche praktisch, weil sie sich flexibel an den Vorratsbestand anpassen lässt. Vieles ist variabel — nur die Eier sind obligatorisch. Zwei Hände saisonales Gemüse in einer Pfanne bissfest anbraten. Dieser Tage eignet sich etwa Grünkohl, später im Jahr dann auch Spargel, Tomaten, Zucchini oder Champignons. Man kann auch Oliven oder getrocknete Tomaten hinzugeben. Währenddessen sieben Eier, 150ml Sahne und 60g geriebenen Parmesan vermengen und mit Pfeffer und Salz kräftig würzen. Die Ei-Mischung in die Pfanne mit dem Gemüse geben, Kochstelle auf mittlere Hitze herunterdrehen. Wenn das Ei an den Pfannenrändern zu stocken beginnt, die Hitze auf die niedrigste Stufe reduzieren und die Pfanne mit einem Deckel verschließen. Nun gilt es, die Neugierde im Zaum zu halten! Denn die Frittata nimmt in den nächsten 15 bis 20 Minuten Form an — und der Deckel muss geschlossen bleiben, damit die Frittata luftig wird. Schlussendlich ist noch ein wenig Geschick gefragt: Einen Teller mit der oberen Seite auf die Frittata legen und das Ganze stürzen. Ein grüner Salat mit der Säure einer Vinaigrette ist ein simpler wie passender Begleiter.

Jan Lüke

 

Grieß-Soufflé

Erst mal den Backofen auf 190 Grad Ober-und Unterhitze vorheizen. Dann 250ml Milch und 50g Butter mit dem Mark einer halben Vanilleschote, einer Prise Salz und dem Abrieb einer halben Orange aufkochen. 50g Hartweizengrieß unter ständigem Rühren einlaufen lassen, die Masse zwei Minuten bei wenig Hitze köcheln. In eine Schüssel füllen, auf 40 bis 50 Grad abkühlen lassen. Vier Eier trennen, Eigelbe nach und nach unter die Grießmasse rühren. Sechs Förmchen mit Butter fetten und Zucker ausstreuen. Überschüssigen Zucker ausklopfen. Das Eiklar mit 70g Zucker steifschlagen. Ein Drittel des Eischnees unter die Grießmasse rühren, den Rest vorsichtig unterheben. Die Masse bis zum Rand in die Förmchen füllen, Oberfläche glattstreichen. Mit einer Messerspitze den Rand freilegen: So bleibt das Soufflé beim Backen nicht kleben! Die Förmchen in eine mit Küchenpapier (so verrutschen die Förmchen nicht) ausgelegte Fettpfanne oder Auflaufform setzen und in die unterste Ebene des Ofens stellen. Die Fettpfanne mit kochendem Wasser füllen, so dass die Förmchen mindestens zwei Zentimeter im Wasser stehen. Temperatur auf 180 Grad reduzieren, und die Soufflés gut 15 Minuten backen. Während des Garens bloß nicht die Ofentür öffnen! Die Teigmasse würde zusammenfallen! Die Soufflés sind fertig, wenn sie ein gutes Stück über den Rand hinausragen. Mit Puderzucker bestäuben, und in der Form servieren. Die Freude am Soufflé ist am größten, wenn es von roten Früchten begleitet wird.

Torben Kruse

 

Schafskäse-Muffins

Ein Service-Tipp vorab: Diese herzhaften Schafskäse-Muffins können besonders gut vorbereitet und eingefroren werden. Bei Bedarf einfach direkt aus dem Froster bei knapp 100 Grad im Backofen regenerieren. Und nun zur eigentlichen Küchenarbeit! Den Backofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Die Mulden von Muffinblech oder -förmchen mit Butter ausstreichen und mit Mehl ausstreuen. Drei Eier, einen Teelöffel Zucker und einen Teelöffel Meersalz schaumig schlagen. Eine Knoblauchzehe fein hacken, mit 65ml Olivenöl verrühren. Dieses Knoblauch-Öl und 0,25l Buttermilch nach und nach unter die Eier rühren. Gut 300g Mehl mit zwei Päckchen Backpulver, getrockneten Kräutern nach Gusto und je einem Teelöffel geräuchertem Paprikapulver (das gibt’s doch in jeder Küche irgendwo!) mischen — dann zügig unter die Ei-Masse rühren. Ein Päckchen Schafskäse in den Händen locker zerbröseln und mit 65g Sahnequark unter den Teig heben. Die Mulden des Muffinblechs zu zwei Dritteln mit Teig füllen und die Muffins im Ofen (mittig!) in etwa 20 Minuten goldbraun backen. Zur Gar-Probe mit einem Holzstäbchen in einen Muffin stechen: Haftet kein Teig mehr daran, wenn man das Stäbchen wieder rauszieht, sind sie fertig! Dazu empfiehlt sich gebratener Blumenkohl mit Rosinen und Kapern in einer klassischen süß-sauren Vinaigrette.

Torben Kruse