© Thomas Richter

Mein Freund, der Drahtesel

Das Ziel ist klar: »Wir wollen das Fahrrad als umweltfreundliche Alternative im öffentlichen Straßenverkehr fördern«, sagt Katharina Feldgen. Die 26-Jährige ist Pressesprecherin der Cycolonia.
Am 19. und 20. März findet die Fahrradmesse zum zweiten Mal im Deutschen Sport und Olympia Museum statt.

Dabei handelt es sich nicht bloß um eine Leistungsschau der neuesten Entwicklungen auf dem Fahrradmarkt – wie schon bei der Premiere im Vorjahr haben die Besucher die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. So können sie sich zum Beispiel im Bike-Polo probieren oder mit Extremfahrern über deren Erfahrungen austauschen.

Keinen Haken hinter die Sache setzen

Die Cycolonia kam 2010 gut an – auch bei Jürgen Möllers, dem Fahrradbeauftragten der Stadt Köln. Der sieht durchaus Bedarf für ein wenig Drahtesel-Promotion: Die Messe sei eine hilfreiche Unterstützung für seine Arbeit, sagt er, da er dort Kontakt zu Fahrradbegeisterten aus Köln und Umgebung knüpfen könne. »Die Gespräche und Diskussionen mit den Leuten helfen uns bei der weiteren Verbesserung und Förderung des Radverkehrs«, erklärt Möllers.

Denn Nachholbedarf sieht er durchaus: »Auch wenn die Stadt Köln Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Städte ist, darf man keinen Haken hinter die Sache setzen und sich zurücklehnen. In Köln muss an einigen Stellen gearbeitet werden«, sagt Möllers. Zum Beispiel müssten viele Kölner Straßen, wie die Universitätsstraße und die Aachener Straße, saniert werden. Außerdem arbeitet er an der Freigabe von Einbahnstraßen für Radfahrer und der Schaffung neuer Fahrradparkplätze.

gesellschaft@stadtrevue.de

Cycolonia, Sa 19.3. und So 20.3., Deutsches Sport und
Olympia Museum, Weitere Infos auf www.cycolonia.de