Das »Zentralwerk der schönen Künste«, das seit 2011 in der ehemaligen Hauptverwaltung von Klöckner-Humboldt-Deutz in Mülheim-Süd seinen Sitz hatte, wurde am 29. April geräumt. Die Stadt hat es nicht geschafft, einen einstimmigen Ratsbeschluss umzusetzen und das denkmalgeschützte Gebäude des Privateigentümers Gottfried Eggerbauer zu kaufen, um dort eine gemeinwohlorientierte Mustersiedlung für »die Stadt des 21. Jahrhunderts« zu errichten. Auch die Kölner Politik hat versagt: Sie kämpfte nicht vehement genug dafür, dass die Verwaltung ihren Beschluss auch umsetzt. In der Koalitionsvereinbarung des aktuellen Ratsbündnisses steht: »Das Otto-und Langen-Quartier« und »Raum 13« werden wir erhalten.« Nun droht das Projekt dennoch zu floppen. Wir haben mit Wegbegleiter*innen gesprochen, die eng mit dem historischen Gelände verbunden sind.