Unter denselben Betreibern folgt im vormaligen »MakiMaki« ein Neuanfang — weiterhin pflanzenbasiert, aber mit Fine-Dining-Anspruch und Verweisen auf Balkan- und Mittelmeerküche. Es werden Drei- oder Vier-Gänge-Menüs (49 bzw. 59 €) in zwei Schichten serviert, die Gänge kommen zeitgleich an alle Tische.
Der schummrige Raum mit den Vorhängen gewährt den Blick in die offene Küche. Der Auftakt mit Sauerteigbrot, Olivenöl und bulgarischer Samardala-Würze macht neugierig. Die Vorspeisen zeigen dann aber Schwächen: Ob Fenchelsalat mit fermentiertem Apfel und Linsen oder Wurzelgemüsesuppe mit Einkorn und Mandelschaum — das ist handwerklich solide, wirkt geschmacklich aber nicht klar ausformuliert, Kräuter bleiben eher angedeutet. Stärker sind die Hauptgänge: Bei Hülsenfruchtbällchen in Pfeffersauce mit gut gesetzter Säure sowie Austernpilz-Seitan-Spießen mit rauchiger Tiefe überzeugen Texturen und Würze, auch wenn nicht jede angekündigte Nuance durchkommt.
Die Desserts fallen wieder ab: Frucht, Miso oder Nuss verschwimmen geschmacklich, auch das Anrichten wirkt rustikal. Gelungen ist die Getränkebegleitung mit Wein oder ohne Alkohol (24 € bei drei Gängen), etwa Shiso-Zitrone zu den Bällchen oder eine Scheurebe mit tropischen Noten zum Spieß. Der Service ist aufmerksam und zugewandt. Eine Online-Tischreservierung ist nötig, No-show-Gebühr 25 Euro.
50676 Köln, Mauritiusviertel, Mauritiussteinweg 2, Tel. 93 11 56 77, <link http: cotell.de _blank external-link-new-window external link in new>cotell.de, Ö: Mi–So 17.30–22.30, R: Mo/Di






