In dem kleinen Café im Agnesviertel kocht »Mamma Emilia«, wie es auf der Speisekarte heißt. Und wirklich ist dies ein Familienbetrieb wie aus dem Bilderbuch: Während Mamma in der Küche steht, arbeiten Tochter und Sohn im Service. Das tun sie so herzlich, dass auch der Gast sich als Teil der Familie fühlt.
Mittags bekommt man einfache, gute Pastagerichte wie Bolognese oder Puttanesca (je 10,90 €) sowie Pinsa und Focaccia, abends wird es interessanter: Die Tagliatelle Sicilia Bedda mit Sardellen und Zitrone (17,90 €) überzeugen mit salzig-sauren Aromen, ebenso gut sind die Linguine Italia mit Kirschtomaten, Semmelbröseln und Zitronenabrieb (15,90 €).
Da Mamma allein am Herd steht, muss man Zeit mitbringen. Eine Vorspeise zu bestellen, empfiehlt sich aber nicht nur, um die Zeit zu überbrücken. Die Parmigiana mit Ei oder der Auflauf aus Kartoffeln, Oliven und Salsiccia zeigen mit ihren kräftigen, aber nie aufdringlichen Aromen, warum die sizilianische Küche so beliebt ist. Die Weine kommen neben Sizilien auch aus dem Veneto. Eine Handvoll Flaschen ist offen, der Sohn lässt gerne probieren. Noch trägt das Lokal den Namen des Vorgängercafés, man bekommt weiterhin den ganzen Tag Kaffee und Kuchen — draußen mit Blick auf die Agneskirche. Ende Mai soll das Lokal dann einen italienischen Namen bekommen — welchen, wollte die Familie noch nicht verraten.
50670 Köln, Agnesviertel, Ewaldistr. 24, Tel. 29 88 97 15, Ö: 10–21.30






