Der Schriftzug »Haus Eichendorff« am Gebäude verrät noch die kulinarische Vergangenheit. Statt Brauhausküche gibt es hier jetzt italienische Tapas, wie es die Betreiber schon in zwei Restaurants in Nippes und Sülz erprobt haben. Die Karte zeigt manche Überschneidung, aber auch vieles, was es in den anderen Läden nicht gibt.
Die Auswahl ist mit 70 Positionen riesig, drei bis vier Teller (je 4,50 bis 8,50 €) genügen, um satt zu werden. Neben herzhaften Gerichten wie Polpette in Tomatensoße oder Kaninchenkeule mit Oliven gibt es raffiniert-dezente wie Kabeljaufilet mit Zitronenkruste. Ob Zucchiniblüten oder Pilz-Gnocchi — die Küche frittiert so einiges, aber das bekommt man so auch in italienischen Bars zum Aperó. Auch die Einrichtung wurde verändert. Statt grellem Gelb tragen die Wände nun edles Grün.
Der Service ist schnell, aufmerksam und sehr herzlich. Wegen Andrangs sollte man reservieren. Es gibt allerdings auch für unangekündigte Gäste ein paar Tische. Bis der nächste frei wird, kann man an Theke die Zeit mit frisch gezapftem Gaffel oder typisch italienischen alkoholfreien Aperitifs (Bitterino, Chinotto) überbrücken. Ein gelungener Neustart in traditionsreichen Räumen mit schlüssigem Konzept. Und vielleicht wächst die Auswahl an offenen Weinen ja bald über die drei namenlosen Hausweine hinaus.
50823 Köln, Neuehrenfeld, Ottostr. 69Tel. 0175/998 29 99
tolin-koeln.de
Ö: ab 17







