The Dutch

Crossover in Junkersdorf

Joschua Tepner kochte in der ­Hansestube im Excelsior Hotel Ernst und überzeugte dort mit klassischen Gerichten, aber auch innovativen Menüs. Manche sahen ihn als Anwärter auf einen Stern. Nun kocht er niederländisch-asiatisch. Das hat mit der Herkunft der Eigentümer-Familie zu tun. Auf der Getränkekarte trifft Kirin auf Heineken Ice Cold. Es gibt aber auch Cocktails und eine kleine, aber gut zusammengestellte Weinkarte (Winzersekt vom Schlossgut Diel, 10 €/0,1 l).

Bei der Vorspeisen-Variation zum Teilen (39 €) ist alles filigran komponiert, wobei ­warme, kräftigere Vorspeisen wie Hühnchen-Gyozas gleichzeitig mit Austern und Sushi serviert werden, dazu gibt es noch warmes Brot mit Birkenbutter. Die Seezunge (36 €), mit Mangold und Kartoffelcreme, ist gut gegart, die Sake-Beurre-Blanc dazu flüssig mit präsenter Alkohol-Note. Der aromatisch an Caesar Salad angelehnten 

Hühnerbrust (23 €), mit gegartem Kopfsalat, Kapern-Jus und ­Parmesan, fehlt das Filigrane der Vorspeisen. Als Beilagen wählen wir hausgemachte, sehr knusprige Pommes und Bitterballen aus ­Beef-Short-Ribs, nah am typischen Geschmacksbild (beides 8 €). Der Vla (9 €) zum Dessert schmeckt sahnig und ist deutlich ­fluffiger als man ihn sonst kennt.

50858 Köln, Junkersdorf, Birkenallee 32, Tel. 71 73 78 39, thedutch.de, Ö: 12–15 & 18–22, Fr/Sa bis 23.30, R: Di