Han Tengri
Zum einen gab es noch kein uigurisches Restaurant in Köln. Zum anderen sind die hier servierten handgezogenen Nudeln als »handpulled noodles« eine der neuesten gastronomischen Moden. Das reicht für einen Hype auf den Social-Media-Kanälen und beschert dem Lokal regen Zuspruch.
Der Gastraum hat den häufig zu findenden Blickfang mit Logo, etwas Holz und Kunststoff-Blattwerk. Die übrige Gestaltung der hellen Räume ist unauffällig, ein Teppich bleibt einziger Wandschmuck. Man bestellt mit Blick in die offene Küche, zahlt umgehend (Kartenzahlung ab 20 €), wählt einen Tisch und holt seine Bestellung ab, sobald der Pager piepst.
Ob Suppen oder Tellergerichte: Die Nudeln werden bei allen Hauptspeisen (meist um 14 €) fast ausnahmslos mit Rindfleisch aufgetragen. Die einzige mutmaßlich vegetarische Position sind Bandnudeln mit Aubergine und Pak Choi (12,90 €). Das Gericht kommt in drei Temperaturstufen, die Aubergine auf Zimmertemperatur, der Pak Choi lauwarm, die Nudeln heiß — das ist wohl kein Konzept, sondern dem Umstand geschuldet, dass alle Zutaten, außer den handgezogenen Nudeln selbst, an der Theke in Bains-Marie bereitgehalten werden. Die Portion ist groß, das gebratene Gemüse mit Knoblauch und Chili-Öl aromatisiert, jedoch so, dass der Eigengeschmack durchdringt. Ein Salat mit langen Tofu-Nudeln und leichter Säure ist eine passende Ergänzung (4,90 €). Alle Speisen sind halal, Alkohol ist nicht im Ausschank, es gibt gängige Limonaden und Eistees.
50667 Köln, Altstadt, Martinstr. 6–8, Ö: 12–22, R: Dienstag