Sakura
Die erste ernst zu nehmende Sushi-Bar im von Eckneipen und Pizzerien geprägten Sülz! Im ehemaligen Fleisch-und-Bier-Laden Kurköllner steht nun ein imposantes Sushi-Laufband. Das Ding läuft mehrfach ums Eck und ist sogar doppelstöckig! Die Häppchen (All-you-can-eat, abends 20,90 Euro) sind durch transparente Klapptürchen geschützt. Manches fährt da entlang, das ins Kuriositätenkabinett gehörte (Kuchenstück mit Plastik-Herzspicker!). Wir raten zur Bestellung von der Karte. Lachs und Thunfisch sind gut, die wenigen Ergänzungen zum aromatischen Mainstream sind gegrillter Aal (2,50 Euro) und Jakobsmuschel (3 Euro). Die Maki-Sets (2,50-4 Euro) sind okay, aber wie bei den Nigiri müsste der Reis säuerlicher sein.
Als Vorspeise gibt es leckeren, üppigen Tintenfischsalat (4,50 Euro), über dessen Einfärbung in Rettungswesten-Orange die Bedienung leider nichts zu berichten weiß. Auch Spinatsalat (3,50 Euro), mit einem ordentlichen Schwung Sesam, würde jedes Partybüfett aufpeppen. Die Misosuppe (2,50 Euro) wird mit reichlich Algen und Tofuwürfeln serviert. Sättigende Menüs gibt es ab rund zehn Euro. Gesteigerte Kulinarik darf man aber nicht erwarten. Doch das Angebot wird gut angenommen. Trotz der funktionalen Raumgestaltung, die auch aufgrund der hellen Beleuchtung etwas spröde wirkt.
Das Kölsch trinkt man hier übrigens aus der Pils-Tulpe (3 Euro/0,4l) – warum auch nicht? Bei so viel gastronomischer Komik, fühlt man sich fast beflügelt, doch noch zum Kuchenstück auf dem Laufband zu greifen das dort den ganzen Abend über seine Runden dreht.