Einheit 15
Eigentlich hat diese Ecke nahe des Baudriplatzes eine lange gastronomische Tradition im Veedel. Doch in den letzten Jahren kam dort nichts mehr richtig in die Gänge. Nun hat Sandra Kirst, bis 2009 Betreiberin des Ehrenfelder »Meer Sehen«, das verwinkelte Lädchen auf Vordermann gebracht. Eine Wand überrascht mit sattem Grün, der kleine Thekenraum ist in Blau gehalten. Im hinteren Teil sitzt man auf einem ausladenden Sofa, bisweilen in Gesellschaft des munteren Dackelmixes, der den Hausherrn markiert.
Um zu essen, nimmt man vorne Platz. Die freundliche Bedienung ist schnell mit Wein (ab 2,90?€/0,15l) oder Mühlen Kölsch (1,40?€) zur Stelle. Die Speisekarte ist übersichtlich, idealerweise fingerfuttert man sich »Häppchenweise« (3–6?€) durch den Abend. Als Hauptgerichte stehen Schnitzel Wiener Art (8,90?€) oder Salat mit Fisch und Gambas (10,80?€) bereit.
Überzeugend war das Stückchen Artischocken-Oliventarte von der winzigen Tageskarte, ebenso die würzigen Falafel samt Minze-Dipp. Ein gebackener Ziegenkäse mit Pistazien und Erdbeeren war hingegen ein wenig matschig.
Die Weinauswahl ist umfangreich. Den argentinischen Merlot können wir empfehlen (4,40?€), Rheingau-Riesling und Grünen Veltliner sind schlicht und dafür zu teuer (um 4,70?€). Zwei bis drei hausgemachte Kuchen stehen zudem auf der Tafel. Der Espresso (1,80?€) ließe sich, trotz guter Bohnen der benachbarten Rösterei Kaffeebaum, noch verbessern.