Foto: Manfred Wegener

Ego

50672 Köln, Friesenviertel, Benesisstr. 57, Tel. 990?60??41, Ö: 12–15 & 18–23, R: Sonntag

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Das ehemalige Englers wirkt unverändert, Mobiliar und etliche Positionen der Weinkarte sind uns noch in bester Erinnerung. Auch die Speisekarte orientiert sich am Vorgänger: Vergleichsweise ambitionierte Gerichte, vergleichsweise forsche Preise. Vorspeisen kosten knapp 15 Euro, dafür darf man trotz einwandfreier Produktqualität mehr erwarten als ein routiniertes Thunfisch-Carpaccio mit sehr dezenter Ingwer-Marinade und  angenehmen Orangenöl-Nuancen. Die Paccheri mit Fischragout (17?€) waren trotz der beiden krossen Stücke Pulpo keine hohe Pastakunst: wenig aromatischer Sud, sehr wenig, sehr klein geschnittener Fisch. Überzeugend hingegen das dreiteilige Amuse-bouche, das Bellas Anspruch zeigt.  Die Hauptgerichte — das Spektrum reicht vom Kalbsfilet bis zum Loup de Mer - überzeugten eher: etwa leicht überannoncierte Mille Feuille von der saftigen Rotbarbe (25?€) mit Olivenöl, Spinat, luftigem Bulgur und Pinienkernen. Oder die Brust vom Schwarzfederhuhn, samt Pilzen und Süsskartoffelpüree. Pure, milde Gerichte, die einen aber nicht vom Hocker hauen.

 

Flaschenweine gibt es ab 25 Euro, offen wird man mit einem Rosé aus Südtirol oder dem ein oder anderen deutschen Weißen (4,90–6,90?€/0,2l) gut unterhalten. Der Service ist  blendend aufgelegt und sicherlich unschuldig, dass einige wenige Chansons in Endlosschleife gespielt werden.