Nach der Schließung der »Speisekammer« hat das Betreiberpaar des TapaVinho das Nachbarlokal übernommen und an bester Stelle der Alteburger Straße seine ohnehin großzügige Terrasse erweitert. In der neuen »Bodega« sollen vor allem erlesene Weine und Bar-Drinks im Fokus stehen — derzeit ist davon noch wenig zu sehen. Außer den großen Fässern im Mobiliar deutet kaum etwas auf ein eigenes Konzept hin: Karte und Küche kommen aus dem Stammhaus, die eigene Küche ist noch in Renovierung.
Den Andrang bremst das nicht, Spritzgetränke und San Miguel gehen immer, dazu ein Mix aus spanischen und portugiesischen Tapas. Die sind ordentlich, aber wenig differenziert: gut-salzige Aubergine mit Frischkäse und Honig (8,90 €), kross-cremige Stockfischkroketten (6,90 €), aber auch lauwarme, zähe Lammspieße in Kräutermarinade (12,90 €) und ölige Quetschkartoffeln (6,90 €). Dazu meist die gleiche mayonnaisige Molho-Variante. Preislich ist das insgesamt ambitioniert.
Positiv fällt der Wein auf, etwa eine zitrisch-fruchtige Cuvée aus dem Alentejo (8,40 €/0,2l), großzügig eingeschenkt. Demnächst soll eine eigene Küche auch raffiniertere Gerichte bringen, erzählt die Wirtin. Bis dahin ist die Bodega vor allem ein gut besuchter Terrassen-Spot, der auch ohne großes eigenes Profil funktioniert.
50678 Köln, Südstadt, Alteburger Str. 18, Tel. 31 11 99, tapavinho.de, Ö: 17–23





