Der Stadtrevue Verlag, seit 1.1.2026 Verlagsgenossenschaft eG, hat die Museumsnacht im Jahr 2000 entwickelt und erfolgreich in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln geplant und veranstaltet. Die Stadt Köln hat nun entschieden, die Kölner Museumsnacht künftig nicht weiter mit der Stadtrevue zu veranstalten.
Die Zusammenarbeit mit der Stadt Köln sowie mit den städtischen Museen war in den letzten 25 Jahren von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Ein zentraler Bestandteil der Museumsnacht war zudem die konsequente Einbindung der freien Kulturszenen der Stadt, die maßgeblich zur Vielfalt und Attraktivität der Veranstaltung beigetragen haben.
Seit 2000 haben wir die Infrastruktur der Museumsnacht aufgebaut und ständig weiterentwickelt: Planung, Organisation, Werbung, Sponsoring, Kuratieren des Programms, Verhandlungen mit den Gastropartnern, Organisation des Ticketings. Die Stadt Köln war dabei eine verlässliche Partnerin.
Ab Februar 2025 trafen wir uns mit Vertretern der Stadt Köln, um über eine notwendige finanzielle Kostenübernahme zu verhandeln. Hintergrund waren erhebliche Kostensteigerungen in den Jahren 2023 und insbesondere 2024, unter anderem in den Bereichen Bewachung, Technik, Personal sowie Künstler:innen-Honorare. Zwar signalisierte die Stadt Köln seit Beginn der Gespräche Verhandlungsbereitschaft, doch gestaltete sich diese durch wechselnde Ansprechpartner:innen und eine aus Sicht der Stadtrevue intransparente Kommunikation zunehmend schwierig.
Die Stadtrevue erklärte sich im Januar dieses Jahres bereit, die Museumsnacht 2026 — geplant für den 7. November — unter den vertraglich vereinbarten Bedingungen von 2024 durchzuführen. Diese sehen unter anderem eine Beteiligung der Stadt an den Bewachungskosten der städtischen Museen sowie die Bereitstellung des Museumsdienstes für Führungen vor. Gleichzeitig wies die Stadtrevue darauf hin, dass die Organisation einer Museumsnacht in der Regel einen Vorlauf von mindestens neun Monaten erfordere und daher dringender Handlungsbedarf bestehe.
Ein entsprechendes Angebot wurde der Stadt mit Frist zum 10. März 2026 unterbreitet und auf Wunsch der Verwaltung bis zum 17. März verlängert. Die Frist ließ die Stadt Köln ohne ein weiteres Gesprächsangebot verstreichen. Gleichzeitig wurden uns Gerüchte zugetragen, dass der neue Veranstalter schon längst feststehe. Erst am 4.5. erreichte uns die offizielle Mitteilung der Stadt, dass die Planung und Durchführung der Museumsnacht an einen anderen Veranstalter vergeben worden ist.
Dass die von uns für die Museumsnacht erarbeitete Infrastruktur aufgegeben werden muss, erleben wir als einen sehr bedauerlichen und tiefen Einschnitt im kulturellen Leben der Stadt. Wir hoffen, dass die freie Szene auch weiterhin die Möglichkeit hat, sich im Rahmen der Museumsnacht zu präsentieren. Die Stadtrevue wird sich von diesem Rückschlag nicht unterkriegen lassen und sich auch zukünftig für ein vitales Kulturleben in der Stadt Köln einsetzen.
Für Rückfragen steht die Stadtrevue-Verlagsgenossenschaft eG gerne zur Verfügung:Felix Klopotek
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