Köln, wir müssen reden. Ihr habt den Dom, den Rhein, den Karneval. Mainz hat den Dom, den Rhein, die Fastnacht. Klingt nach Konkurrenz? Nein, es ist eine Liebeserklärung. Denn nirgendwo anders fühlen sich Kölnerinnen und Kölner so schnell zu Hause wie hier.

Es ist Samstagvormittag und Du stehst mitten auf dem Wochenmarkt am Mainzer Dom. Um Dich herum: Fröhliche Menschen, Blumenstrauß in der einen Hand, Brötchen in der anderen. Und in unmittelbarer Nähe das Marktfrühstück zwischen Rhein und der Mainzer Innenstadt. Nach vier Minuten fragt Dich jemand, woher Du kommst. Du sagst „Kölle", und statt des erwarteten Rhein-Rivalitäts-Spruchs passiert Folgendes: Man lächelt Dir zu und sagt: „Ei, dann bist De ja quasi Familie. Trinkste ääner mit?"
So fühlt es sich an, das mainzgefühl.

Die Mainzerinnen und Mainzer haben in einer stadtweiten Umfrage selbst beschrieben, was ihre Stadt ausmacht: Geselligkeit, Offenheit, Herzlichkeit, Bodenständigkeit. Kommt Dir bekannt vor? Eben. Mainz ist so etwas wie die kleine Schwester von Köln – nur dass hier statt Kölsch eben Wein fließt. Die Stadt liegt mitten in Rheinhessen, dem größten Weinanbaugebiet Deutschlands, und das schmeckt man an jeder Ecke: in den Weinstuben der Altstadt zwischen Fachwerk und schiefen Gassen, an den Ständen der Winzerinnen und Winzer, am Rheinufer, wo abends Mainzerinnen und Mainzer mit einer guten Flasche Wein auf der Mauer sitzen.
Und die Fastnacht? Die ist ähnlich wie Euer Karneval, nur mit mehr Politik und einem „Helau" auf den Lippen. Streiten müsst Ihr Euch darüber nicht, Ihr könnt ja beides feiern. Die Narrenkappe passt schließlich auf jeden Kopf.


Das mainzgefühl – spür es selbst: Morgens über den Markt schlendern. Mittags im Gutenberg-Museum begreifen, dass ein Mainzer mal eben die Medienrevolution losgetreten hat – und das vor über 500 Jahren, ganz ohne Startup-Kapital. Nachmittags durch die Altstadt treiben lassen, wo an jeder Ecke ein Café oder einer dieser Plätze wartet, auf denen das Leben stattfindet. Und abends an den Rhein, wenn die Sonne die Stadt in goldenes Licht taucht. Derselbe Fluss wie bei Euch, übrigens. Er ist nur ein paar Stunden früher hier.
Unter #mainzgefühl teilen die Mainzerinnen und Mainzer ihr Lebensgefühl täglich in den sozialen Medien. Der beste Beweis, dass das alles nicht ausgedacht ist.
Das Beste: Von Köln aus bist Du in unter zwei Stunden in Mainz, mit der Bahn direkt am Rhein entlang – die schönste Strecke Deutschlands, inklusive Loreley. Der Weg ist also schon Teil des Ziels.
Also, Kölle: Beweg Deinen Bobbes nach Mainz. Der Bobbes, das ist übrigens das, worauf Du gerade sitzt. Noch.