Im Innenraum trifft skandinavischer Stil auf Kerzenlicht und Altbaucharme, der Star ist jedoch die große Terrasse an einer der lauschigen Ecken des Rathenauplatzes, wo ein eher schickes Publikum den Abend ausklingen lässt oder in die Nacht startet.
Zum Zeitpunkt unseres Besuchs ist die Karte gemäß eines »le soft opening« wahrscheinlich noch reduziert. Auf ihr finden sich typische und altbewährte Aperitivo-Positionen, sowohl was Alkohol als auch die Speisen angeht. Wir starten etwa mit dem »Croissant tartare« (10,90 €): ein filigran angerichtetes zerdrücktes Croissant, auf dem sich Kapernblüten, Senfkaviar, Eigelb und natürlich Rindertartar befinden. Stimmig: herzhafte Aromen auf einer süßen Basis. Dazu gibt es zwei fleischige, erfrischende Austern »huîtres no.3« (3,90 €/St.).
Es gibt aber auch einige wenige größere Speisen, davon probieren wir das »Bœuf bourguignon« (20,90 €) und den »Salade niçoise« (21,90 €). Das Rind fällt förmlich auseinander und harmoniert hervorragend mit der dichten Rotweinsauce, der Salat ist mit Thunfisch-Tataki, Ei, Artischocke und Sardelle ein prächtiger Begleiter für heiße Tage. Leider ist der Salat jedoch nicht perfekt gewaschen. Dazu trinken wir einen knackigen Riesling vom Kartäuserhof (9,50 €/0,15 l) sowie eine gekühlte würzige Rotwein-Cuvée vom Chateau L’Hospitalet (9,90 €/0,15 l).







