Lebenserfahrung Galore

Highlights des aktuellen »c/o pop«-Festivals

Seit 22 Jahren gibt es die c/o pop nun schon, deutlich länger als die Popkomm, als deren unkommerziellerer, elektronischer orientierter Nachfolger das Festival einst angetreten ist. »Bei uns spielt zwar nicht Billie Eilish, aber …« — mit diesem Slogan werben die Macher*innen für ihr Event und suggerieren, dass hier stattdessen eben die Lieblingsacts von morgen entdeckt werden können.

Bei denen handelt es sich sich größtenteils um junge Artists, die auf der Übersichtsseite der c/o pop äußerst instagrammable daherkommen. Schwierig, aus der immensen Auswahl Highlights herauszupicken, zumal die wenigsten Artists bislang einer konkreten Location zugeordnet sind.

Aber hey, packen wir’s an:
Klar ist, dass am Mittwoch (15.4.) Fuffifufzich den Auftakt im Schauspiel Köln machen wird. Die unter ihrem bürgerlichen ­Namen Vanessa Loibl auch als Schauspielerin bekannte Rapperin ist seit ihrem Kultsong »Heartbreakerei« in aller Munde und hat es geschafft, mit ihrer Mischung aus Trashpop, ironischem Schlager, HipHop und Haltung vom ­Nischenact zur gefeierten Rampensau aufzusteigen. Das wird auf jeden Fall ein feucht-fröhlicher Beginn!

Den Indiepop-Künstler Edb aus Bern möchten wir für den Donnerstag (16.4.) allein schon deshalb empfehlen, weil er auf Schweizerdeutsch singt, und das auch noch gut klingt! Wer mal wieder eine richtige Band sehen möchte, könnte aber auch bei Grandmas House vorbeischauen. Die Girls aus Bristol werfen Grunge und Postpunk in einen Topf und kochen daraus ein recht düsteres Süppchen.

Für den Freitag (17.4.) schlagen wir Ebow vor, über die die Zeit schrieb: »Sie textet politisch korrekt und grammatisch unkorrekt über Frauenverachtung in ­ihrer Szene und Fremdenverachtung in ihrem Land.« Gesellschafts­kritik und Einsatz für die LGBTQIA+ Community verbindet die kurdisch verwurzelte Münchnerin mit geschmeidig groovender Musik, die ihre Einflüsse nicht nur aus HipHop, sondern auch aus Soul und Indierock bezieht.

Samstag (18.4.) dann bitte zu LGoony gehen. Der Kölner Rapper war schon in den frühen Zehner-Jahren Teil des Cloud-Rap-Universums rund um Money Boy. Vielleicht schafft der smarte Junge ja doch noch den Sprung vom Hoffnungsträger zur HipHop-Institution?

Nach so viel GenZ-Power möchten wir euch zum Abschluss am Sonntag (19.4.) aber gerne noch zum Boomer Beats Chor schicken. Die aus lauter ­Oldies bestehende Gesangsformation knöpft sich aktuelle Pop- und Rap­songs vor und füllt sie mit Lebens­erfahrung galore. Da könnt ihr jungen Küken noch was lernen! 

Programm unter: <link http: c-o-pop.de artists _blank external-link-new-window external link in new>c-o-pop.de/artists

Mach mit: Gemeinsam sichern wir unabhängigen Journalismus für Köln!
→ Ja, ich abonniere die Stadtrevue!
→ Ja, ich erwerbe einen Anteil der Stadtrevue-Genossenschaft!


Tagnacht – Kölns Gastro-Guide. Essen, Trinken, Ausgehen in Köln: alle Küchen, alle Veedel! Hol dir ein Abo und erhalte als Prämie die tagnacht 2025/26 gratis dazu. 

Stadtrevue abonnieren →

Alle Prämien ansehen →

Unsere Magazine

tagnacht – Kölns Gastro-Guide: Essen, Trinken, Ein­kaufen, alle Küchen, alle Veedel, die besten Adressen der Stadt. 
ansehen / bestellen →


Raum 5 – Der Design Guide für Köln/Bonn: Neues und Schönes, Porträts und Tipps sowie 300 Design-Adressen. 
ansehen / bestellen →


alma — Das Kölnmagazin für Studis: Alles, was wichtig ist für den Durch­blick an der Uni und das Leben in der Stadt.
ansehen / bestellen →


kurzundklein – Ein ganzes Jahr Köln mit Kindern: Akti­vi­täten und Aus­flüge, Familien­politik, Stadt­leben, Adressen. 
ansehen / bestellen →


weiter! — Aus- und Weiter­bil­dung in Köln und der Region: Der Pocket-Guide mit rund 200 Adressen und vielen nütz­lichen Infos.
ansehen / bestellen →