Der Raum ist schmal, doch dringt ausreichend Tageslicht herein. Die Gestaltung hat eine klare Linie, geprägt von angenehmen Grautönen; die Musik passt zu dieser geschmackvollen Unauffälligkeit.
So lässt man sich entlang der Wand auf der Polsterbank oder den dazugehörigen bequemen Sesseln nieder. All das signalisiert Anspruch. Doch zeigt sich die Karte bodenständig: mitttags mit Currywurst und Pommes (9 €) oder Kalbsschnitzel und Kartoffelsalat (26 €), abends mit Lachsfilet und Spinat (32,90 €) oder Rinderfilet und Trüffel (42,90 €). »Fine Dining«? Ja, aber eher für Rodenkirchen als für Kopenhagen oder Barcelona.
Die Gerichte sind aromatisch, akkurat gearbeitet und appetitlich arrangiert; schönes Geschirr und Besteck gehören dazu. Die Süßkartoffel hat dezente, angenehme Röstaromen, der Quinoa ist auf den Punkt gegart. Beides wird von einem gut abgestimmten Currysößchen umspielt und von reichlich Wildkräutern sowie Dill gekrönt (14 €). Die Aubergine mit Datteln, Dattelcreme, geräucherter Walnuss, Kokosjoghurt und erneut Wildkräuter-Mix ist leider nicht auf Temperatur (16 €).
Der Service ist freundlich. Aber das auf der Karte der Homepage noch inbegriffene Gläschen Hauswein wird nicht offeriert (Wasser 7,90 €). Frühstücken kann man hier auch, bis 17 Uhr sogar: viel Avocado, pochierte Eier und Brioche, aber auch Bauernbrot, Lachs, Pastrami. Nur Kartenzahlung, Trinkgeld aber ist in bar möglich.
50672 Köln, Innenstadt, Mittelstr. 25, Tel. 310 679 81, <link http: marxundschneider.de _blank external-link-new-window external link in new>marxundschneider.de, Ö: 10–22, R: Sonntag






