Dieses architektonische Kleinod war nach jahrzehntelangem Leerstand 2022 als Café wiedereröffnet worden, doch kulinarisch geriet alles schlicht bis lieblos. Nach der Pleite haben nun die Betreiber des Musikclubs Reineke Fuchs von der Aachener Straße übernommen.
Man spürt den architektonischen Zeitgeist, der das Gebäude des Frankfurter Architekten Rambald von Steinbüchel-Rheinwall prägt; zur Bundesgartenschau 1957 wurde es eröffnet. Viel Tageslicht fällt durch die großen Fenster der ersten Etage, man überblickt den Rheinpark. Was die Preise angeht, bleibt alles im Rahmen. Mehr zu verlangen, ließe sich auch kaum rechtfertigen: Man bestellt am Eingang, bekommt einen Buzzer und holt sich dann sein Tablett ab — das droht bei Neueröffnungen zum Standard zu werden. Die Speisen zeigen dann ein Niveau, das reicht, wenn man sich als Gastronom auf Ausflügler und die gute Lage verlassen kann. Der Gulasch von der Tageskarte (8,90 €) ist so, wie man es aus Kölner Brauhäusern kennt.
Ernüchternd die lauwarme vegane Bratwurst mit einer Mango-Salsa, die Kompott gleicht, dazu kühlschrankkalter, schlotziger Quinoasalat (9,50 €). Auch dem Cappuccino (4 €) fehlt die Temperatur. Der vegane Apfelkuchen ist aber solide; viele Kuchen- und Torten-Angebote stehen in der Vitrine.
Nach dem Desaster des Vorgängers hätte man sich mehr Schwung erhofft. Doch das Café ist gut besucht, auch bei grauem Herbstwetter.
50679 Köln, Deutz, Auenweg 17, Tel. 0176/84 19 84 02, <link http: parkcafe.koeln external-link-new-window external link in new>parkcafe.koeln, Ö: 11-18, R: Mo






