In dieser Neueröffnung kann man neben gängigen Pizzazubereitungen auch sogenannte Pizza bianca wählen, die ohne Tomatensauce zubereitet wird. Doch der Service empfiehlt solche mit Tomatensauce, die nämlich hier von San-Marzano-Tomaten stammt, den sogenannten Flaschentomaten. Die verleihen den Pizzen (große Auswahl, 9,90–16,90 €) tatsächlich ein fruchtiges Aroma.
Der Teig hat einen lockeren, luftigen Rand, im Zentrum aber ist er äußerst dünn, was aber, erklärt man uns, so sein muss, wenn es neapolitanische Pizza sein soll. Ein Gimmick ist das Besteck: Man bekommt eine vergoldete Schere gereicht. Damit kann man die Pizza in mundgerechte Stücke schneiden und isst diese mit der Hand. Wem das wegen des dünnen Teigs nicht komfortabel erscheint, greift ganz un-neapolitanisch zu Messer und Gabel. Die Pizzen sind appetitlich, aber knapp 15 Euro für die Testarossa (Salami, Flor die Latte, ein paar Basilikumblätter) ist etwas happig. Sie hat aber eine interessante süßliche Nuance, die offenbar vom »Chili-Honig« herrührt, der neben geräuchtertem Paprikapulver auch annonciert ist. Es gibt auch vegetarische Varianten, wenn auch nicht viele. Dazu kann man Wein (ab 7,90 €) oder Moretti vom Fass (2,90 €/0,25l) bestellen.
Viele holen sich die Pizza jedoch ab oder lassen sie liefern. Die Plätze auf dem Trottoir dürften bald zudem nicht mehr zur Jahreszeit passen. Auch die Tische in einem Gang, der in einen Hinterhof führt, sind nicht sehr gastlich.
50672 Köln, Belgisches Viertel, Brüsseler Str. 73, Tel. 800 010 39, Ö: 12–22, Fr-So 13–23






