»Was man für unsere Workshops braucht?«, fragt Caroline Simon lachend. »Den eigenen Körper, sonst eigentlich nichts! Und gute Laune wäre schön, aber die wird bei uns sowieso gut.« Caroline Simon ist Co-Leiterin der ehrenfeldstudios, der kleinen Bühne, nur eine Hausecke entfernt von der Haltestelle »Liebigstraße«. Regelmäßig finden hier Kurse zu Tanz, Bewegung und Performance statt, jetzt aber veranstaltet Simon mit ihrem Team ein richtiges Workshop-Festival: Vier Tage lang »Connect«, das erste Community Arts Festival der ehrenfeldstudios. Ein vergleichbares Programm — das kann man nicht deutlicher sagen — lässt sich nur schwer in Köln finden.
Da steht auf dem Programm »Friendship Flow« für Jugendliche und junge Erwachsene, »The Ageing Body« für Menschen über 55 und ein gleichnamiger Kurs, speziell für Menschen, die an Parkinson erkrankt sind, »Dance to the Music« für blinde, sehbehinderte und sehende Personen, aber auch »Queering the Stage« und ein FLINTA*-Workshop. Für Familien: »Fantasy Family Dance«.
»Die ehrenfeldstudios arbeiten seit ihrer Gründung 2015 intergenerational — und inklusiv«, sagt Caroline Simon. »Das Programm ist für alle, denn alle können sich bewegen, können tanzen.« Entstanden ist die Idee ein mehrtägiges Festival zu veranstalten aus den regelmäßigen Workshops, die hier angeboten werden. Viele Teilnehmer:innen hätten nach Abschluss der Kurse gefragt, wann es denn weitergehen könne. Das bedeutet aber nicht, dass sich beim Community Arts Festival bereits bestehende Gruppen neu zusammen finden. »Tanz verbindet«, sagt Caroline Simon.
»Es verbindet, wenn man sich miteinander bewegt, über alle Unterschiede zwischen den Teilnehmenden hinweg.« Deswegen wird es für alle Interessierten zum Einstand des Festivals auch einen großen Tanzjam geben und am Ende dann die Möglichkeit — für alle, die das möchten — auf der Bühne eine zuvor eigens erarbeitete, kleine Tanzperformance zu präsentieren. »Wir wollen, dass viele unterschiedliche Menschen bei uns zusammenkommen, sich bewegen und sich wohlfühlen«, sagt Caroline Simon. »Und wer weiß, vielleicht haben manche sogar Lust, bei den gemeinsamen Mittagessen Spezialitäten aus ihren Kulturen mitzubringen und zusammen zu teilen.«







