Auch uns ereilt vier Wochen nach der Eröffnung die Schlange fast ausnehmend junger Menschen vor dem Eingang. Sie resultiert zum einen aus offensivem Social-Media-Marketing, zum anderen kann man nur recht kleinteilig an zwei Terminals bestellen. Neben Beef-Dönern in M, L und XL (10,90–17,90 €), Saucen und den üblichen Sides gibt es auch Falafeln. An gleich fünf riesigen Dönerspießen machen sich zig Mitarbeiter zu schaffen, es ist leicht chaotisch, aber im Ton ausgesprochen freundlich. Nach insgesamt einer halben Stunde halten wir unsere Exemplare samt Falafelteller in den Händen.
Das Versprechen der Inhaber, mit reinstem Färsenfleisch aus der Hüfte perfekte Kebabkunst zu bieten, können wir trotz des weniger genussvollen Settings prüfen: Das Lokal ist eher Systemgastro-Wartesaal als Genussort. Doch tatsächlich hat das großzügig portionierte, sehr fein geschnittene Fleisch einen guten Eigengeschmack und eine angenehme Saftigkeit, dazu passen Sumach-Zwiebeln und frischer Salat. Hervorhebenswert und richtig gut ist das knusprig-fluffige Sauerteigbrot, mit oder ohne Sesam.
Die Falafelplatte (12,90 €) hätten wir uns hingegen sparen können. Während die Falafeln bis zum Schmerzpunkt trocken frittiert sind, kommt der Salat gänzlich unangemacht. Wir freestylen mit Knoblauchsauce (schmeckt wie Cocktail) und spülen mit Almdudler (3,50 €) und Ayran (2,50 €) nach.







