Ein zweiter Grüngürtel in der Innenstadt — das ist der Wunsch des Kölner Stararchitekten Paul Böhm. Nach dem Vorbild New Yorks will er Bahndämme zu Grünanlagen machen. Dort sollen Menschen flanieren und mit Picknickkorb campieren. Auch den Hauptbahnhof hat der Moschee-Architekt in seine Pläne einbezogen. Statt Bahnsteigen könnte er eine Kunsthalle oder ein Kino beherbergen. Oder ein Einkaufszentrum, also das, was es schon heute dort gibt. Das einzige, was diesen Plänen im Weg steht, sind die Züge. Aber auch dafür gibt es eine »Lösung«. Sie sollen in Deutz in einen Tunnel geführt werden, der dann irgendwo außerhalb von Köln wieder herauskommt. Rein technisch könnte das schwierig werden, meint die Bahn, für eine Tunnelrampe sei einfach nicht genügend Platz in Deutz. So überambitioniert Böhms Pläne auch sind, so wenig utopisch sind sie. Dass man anstelle von Bahngleisen auch Straßenzüge zu Parks umwandeln könnte, kann sich nicht mal der renommierteste Architekt der Stadt vorstellen.
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