Am Ebertplatz kommen utopische Bauentwürfe und politische Ideenlosigkeit so zusammen. Der Platz soll umgestaltet werden, um mehr Aufenthaltsqualität zu erzielen. So sieht es der Masterplan Innenstadt vor. In der Lokalpolitik besonders beliebt ist ein Entwurf des Architekturbüros SIC. Über der Nord-Süd-Fahrt wird ein künstlicher Hügel errichtet, der den Ebertplatz mit der Grünanlage am Theodor-Heuss-Ring verbinden soll. Zum Agnesviertel und Eigelstein sollen breite Promenaden mit grünen Bäumen entstehen. Als es aber an die konkreten Pläne zur Umgestaltung ging, wollte die FDP eine Tiefgarage bauen und der CDU-Stadtdirektor die Fußgängerpassage erst zumauern und dann auffüllen. Mittlerweile hat der Ebertplatz auch ohne Umbau wieder Aufenthaltsqualität — dank des Engagements von Künstlern und Anwohnern und eines Brunnens, den es schon immer gab.
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