Nirgends ist der Rhein ein so ärgerliches Hindernis wie im Carée zwischen Hohenzollernbrücke und Deutzer Brücke. Marco Hemmerling, Architekturprofessor an der TH Köln, wollte auf das Rechteck zwischen Rheinufer und Brücken eine »Superellipse« auflegen, auf der Radfahrer und Fußgänger über den Rhein kreiseln können. Auf der einen Seite sollte das Bauwerk eine vielfach diskutierte weitere Verkehrsverbindung zwischen linker und rechter Rheinseite herstellen, auf der anderen Seite einen großen Freizeitwert bieten – bis hin zur Nutzung für Kultur- und Sportveranstaltungen. Die Stahlkonstruktion in Leichtbauweise sollte an den bestehenden Brückenpfeilern befestigt werden und keinen Einfluss auf den Schiffsverkehr auf dem Rhein haben. Die Stadtentwicklungspolitiker überzeugte das nicht. »Nicht jede Utopie ist eine gute Utopie«, sagte die damalige Grünen-Fraktionschefin Kirsten Jahn dem Express. »Durch das Ding würde ja das komplette Altstadt-Panorama zugebaut.
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