Die Genossenschaft ist eine Form des Kollektiveigentums, sie kommt unserer bisherigen Verfasstheit am nächsten und steht für verlegerische Unabhängigkeit und demokratische Teilhabe aller, die sich in einer Genossenschaft zusammengefunden haben.
Ja, das stimmt. Alle Angestellten der Stadtrevue werden einen Anteil zeichnen. Aber das reicht natürlich nicht! Gleichzeitig holen wir Leser:innen und Freund:innen, die uns auf diese Weise unterstützen wollen, mit ins Boot. Wir brauchen schnell viele Genoss:innen, um im ersten Schritt über das nächste Jahr zu kommen! Die Genossenschaft ist für alle Interessierten offen. Wer Mitglied der Genossenschaft ist, ist gleichzeitig Verleger:in.
Die Unabhängigkeit der Redaktion bleibt gerade auch in der Genossenschaft gewahrt. Wir erarbeiten derzeit ein Redaktionsstatut, dass die Unabhängigkeit der Redaktion auch formell absichern wird. Dennoch wollen wir in der Genossenschaft mit unseren Freund:innen und Förder:innen den Austausch suchen. Die Genossenschaft ist Teil der kritischen Öffentlichkeit, die wir durch unseren konzernunabhängigen Journalismus zu befördern suchen. Im Rahmen der Genossenschaft wird es Foren und Austausch darüber geben, wie unsere verlegerische Arbeit gestaltet werden wird.
Indem Du einen Anteil zeichnest!
Ein Anteil, wenn man so will: der »Mitgliedsbeitrag«, wird einmalig 250 Euro kosten. Eine Person kann maximal 250 Anteile zeichnen. Aber egal, wie viele Anteile man zeichnet: Jedes Mitglied der Genossenschaft hat genau eine Stimme. Einfluss kann man sich nicht erkaufen, die Genossenschaft bleibt basisdemokratisch organisiert.
Gute Idee! Allerdings muss die beschenkte Person das Beitrittsformular selber unterschreiben. Schließlich wird sie ja Mitglied in der Stadtrevue-Verlagsgenossenschaft.
Dass wir in die Krise gerutscht sind, die im Sommer schließlich in unsere »vorläufige Insolvenz in Eigenverantwortung« des Stadtrevue Verlag mündete, hat wesentlich mit äußeren Faktoren zu tun, von denen die Folgen der Corona-Krise und die Auswirkungen des russischen Krieges in der Ukraine die bekanntesten sind. Als Betrieb, der seit jeher im Do-It-Yourself-Modus arbeitet, stehen wir in dieser Krise vor der Herausforderung, aufwändige technologische Innovationen anzuschieben und zu meistern. Das schaffen wir nicht mehr alleine. Auch deshalb brauchen wir als Ausdruck von Solidarität die Genossenschaft. Sie soll uns helfen, krisenfester zu werden. Dass die gesellschaftlichen Krisen in den nächsten Jahren nicht weniger werden, davon ist nun mal auszugehen.
Die Genossenschaft kauft den Stadtrevue-Verlag aus der Insolvenz raus. Damit ist der Grundstein zur Sicherung der Zukunft der Stadtrevue gelegt. Mit der Genossenschaft im Rücken können wir dann besser planen, unsere Hefte sicher vorfinanzieren, Ausgaben mit mehr Spielraum kalkulieren. Die Genossenschaft wird aber vor allem in zukünftige Projekte investieren. Im Fokus: Stadtrevue plus, die Verzahnung von Print und digitalem Auftritt. Nachdem wir in den letzten Jahren dafür technische und verlegerische Grundlagen geschaffen haben, geht es jetzt um den Riesenschritt der konkreten — journalistischen — Umsetzung.
Die Kontrolle, der die Genossenschaft unterliegt, ist streng. Während der Vorstand aus dem Kreis der Mitarbeiter:innen stammt, wird der ihn kontrollierende Aufsichtsrat extern bestellt. Auch werden die Finanzen der Genossenschaft regelmäßig überprüft, so ist garantiert, dass die Genossenschaft nicht ihre eigenen Einlagen verzehrt.
Nein, eine Nachschusspflicht besteht nicht. Mit der Einzahlung deines Genossenschaftsanteils ist dein finanzieller Einsatz erfüllt.
Ja! Trag die Genossenschaft im Herzen, gib uns Bescheid, falls sich Deine Kontaktdaten ändern und behandel interne Genossenschaftsinfos vertraulich.
Weitere Infos findest Du in unserer Satzung (PDF).
Nein, leider nicht. Wir sind nach wie vor auf jede Einnahme angewiesen und haben uns deshalb entschieden, Abonnement und Mitgliedschaft in der Genossenschaft zu trennen. Hinzukommt: Den Anteil an der Genossenschaft bringt man einmalig auf (man kann natürlich jederzeit aufstocken); die Gebühr für das Abonnement fällt dagegen jedes Jahr aufs Neue an. Auch das ein Grund, warum wir beides getrennt haben.
Wir schließen das für die Zukunft nicht kategorisch aus. Deshalb steht die Möglichkeit der Dividendenausschüttung auch in unserer Satzung. Aber oberste Prämisse der Genossenschaft ist die Absicherung des Geschäftsbetriebs des Stadtrevue-Verlags und somit die Sicherung der Zukunft des Stadtmagazins Stadtrevue als lokaljournalistisches Medium mit machtkritischer Perspektive in Köln. Dafür werden wir in absehbarer Zeit alle Ressourcen benötigen.
Das bedeutet, dass es sich bei Aufsichtsratsmitgliedern um natürliche Personen handeln muss, und falls es sich um juristische Personen handelt (z.B. eine Firma), muss diese durch eine aktive (= selbstständige = natürliche) Person im Aufsichtsrat vertreten sein.
Er wird einzelne journalistische Projekte fördern. Diese Projekte werden vom Verein mit der Redaktion und den involvierten Journalist:innen diskutiert und vereinbart. Stadtrecherche wird einen Recherchefond aufbauen, der unsere journalistische Arbeit zu Themen der Stadtgesellschaft längerfristig unterstützen kann. Wir werden im Heft und online regelmäßig über die Aktivitäten des Vereins berichten und geförderte Projekte vorstellen. Der Verein ist kein Teil der Genossenschaft, er existiert unabhängig. Der Verein steht allen offen, auch Mitgliedern der Genossenschaft. Seine Arbeit hat er bereits aufgenommen: stadtrecherche.de
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