FAQ Genossenschaft

Hier findest Du unsere Antworten auf wichtige Fragen, die im Zuge unserer Genossenschaft aufkommen.

Was ist die Stärke einer Genossen­schaft?

Die Genossen­schaft ist eine Form des Kollektiv­eigentums, sie kommt unserer bisherigen Verfasst­heit am nächsten und steht für verlegerische Unab­hängig­keit und demok­ratische Teil­habe aller, die sich in einer Genossen­schaft zusammen­gefunden haben.

Ihr sagt immer wieder: »Mit der Genossen­schaft kaufen wir uns selbst«. Müssen wir uns das so vorstellen, dass alle Mit­arbeiter:innen der Stadt­revue Genossen­schaftler werden?

Ja, das stimmt. Alle Ange­stellten der Stadtrevue werden einen Anteil zeichnen. Aber das reicht natürlich nicht! Gleich­zeitig holen wir Leser:innen und Freund:innen, die uns auf diese Weise unter­stützen wollen, mit ins Boot. Wir brauchen schnell viele Genoss:innen, um im ersten Schritt über das nächste Jahr zu kommen! Die Genossen­schaft ist für alle Interessierten offen. Wer Mitglied der Genossen­schaft ist, ist gleich­zeitig Ver­leger:in.

Was bedeutet das für die redaktionelle Arbeit?

Die Unab­hängig­keit der Redaktion bleibt gerade auch in der Genossen­schaft gewahrt. Wir erarbeiten derzeit ein Redaktions­statut, dass die Unab­hängig­keit der Redaktion auch formell absichern wird. Dennoch wollen wir in der Genossen­schaft mit unseren Freund:innen und Förder:innen den Aus­tausch suchen. Die Genossen­schaft ist Teil der kritischen Öffent­lich­keit, die wir durch unseren konzern­unab­hängigen Journa­lismus zu befördern suchen. Im Rahmen der Genossen­schaft wird es Foren und Aus­tausch darüber geben, wie unsere verlegerische Arbeit gestaltet werden wird.

Wie werde ich Teil der Genossenschaft?

Indem Du einen Anteil zeichnest!

Und wie viel muss ich dafür zahlen?

Ein Anteil, wenn man so will: der »Mitglieds­beitrag«, wird einmalig 250 Euro kosten. Eine Person kann maximal 250 Anteile zeichnen. Aber egal, wie viele Anteile man zeichnet: Jedes Mitglied der Genossen­schaft hat genau eine Stimme. Einfluss kann man sich nicht erkaufen, die Genossen­schaft bleibt basis­demo­kratisch organisiert.

Kann ich auch Genossenschafts-Anteile verschenken?

Gute Idee! Aller­dings muss die beschenkte Person das Beitritts­formular selber unter­schreiben. Schließlich wird sie ja Mitglied in der Stadt­revue-Verlags­genossen­schaft.

Dient die Genossen­schaft in erster Linie bloß der Sanierung eines defizitären Betriebs?

Dass wir in die Krise gerutscht sind, die im Sommer schließ­lich in unsere »vor­läufige Insolvenz in Eigen­verant­wortung« des Stadtrevue Verlag mündete, hat wesentlich mit äußeren Faktoren zu tun, von denen die Folgen der Corona-Krise und die Aus­wirkungen des russischen Krieges in der Ukraine die bekanntesten sind. Als Betrieb, der seit jeher im Do-It-Yourself-Modus arbeitet, stehen wir in dieser Krise vor der Heraus­forderung, auf­wändige techno­logische Innova­tionen anzu­schieben und zu meistern. Das schaffen wir nicht mehr alleine. Auch des­halb brauchen wir als Aus­druck von Solida­rität die Genossen­schaft. Sie soll uns helfen, krisen­fester zu werden. Dass die gesell­schaft­lichen Krisen in den nächsten Jahren nicht weniger werden, davon ist nun mal auszu­gehen.

Was wollt ihr mit der Genossen­schaft erreichen? Was sind eure Zukunfts­pläne?

Die Genossen­schaft kauft den Stadtrevue-Verlag aus der Insolvenz raus. Damit ist der Grund­stein zur Sicherung der Zukunft der Stadtrevue gelegt. Mit der Genossen­schaft im Rücken können wir dann besser planen, unsere Hefte sicher vor­finanzieren, Aus­gaben mit mehr Spiel­raum kalkulieren. Die Genossen­schaft wird aber vor allem in zukünftige Projekte investieren. Im Fokus: Stadtrevue plus, die Verzahnung von Print und digitalem Auftritt. Nach­dem wir in den letzten Jahren dafür technische und verlegerische Grund­lagen geschaffen haben, geht es jetzt um den Riesen­schritt der konkreten — journalistischen — Umsetzung.

Wie werden die Risiken eines finanziellen Verlusts minimiert, die man mit Zeichnung eines Anteils eingeht?

Die Kontrolle, der die Genossen­schaft unter­liegt, ist streng. Während der Vor­stand aus dem Kreis der Mit­arbeiter:innen stammt, wird der ihn kontrollierende Aufsichts­rat extern bestellt. Auch werden die Finanzen der Genossen­schaft regel­mäßig über­prüft, so ist garantiert, dass die Genossens­chaft nicht ihre eigenen Ein­lagen verzehrt.

Gibt es weitere (finanzielle) Pflichten für Genoss:innen?

Nein, eine Nach­schuss­pflicht besteht nicht. Mit der Ein­zahlung deines Genossen­schafts­anteils ist dein finanzieller Einsatz erfüllt.

Und andere Pflichten?

Ja! Trag die Genossen­schaft im Herzen, gib uns Bescheid, falls sich Deine Kontakt­daten ändern und behandel interne Genossen­schafts­infos vertrau­lich.

Weitere Infos findest Du in unserer Satzung (PDF).

Ist ein Stadtrevue-Abo im Genossen­schafts­anteil inklusive?

Nein, leider nicht. Wir sind nach wie vor auf jede Ein­nahme ange­wiesen und haben uns deshalb ent­schieden, Abonne­ment und Mit­glied­schaft in der Genossen­schaft zu trennen. Hinzu­kommt: Den Anteil an der Genossen­schaft bringt man ein­malig auf (man kann natür­lich jederz­eit auf­stocken); die Gebühr für das Abonne­ment fällt dagegen jedes Jahr aufs Neue an. Auch das ein Grund, warum wir beides getrennt haben.

Wie sieht es aus mit einer Dividende?

Wir schließen das für die Zukunft nicht katego­risch aus. Des­halb steht die Möglich­keit der Dividenden­aus­schüttung auch in unserer Satzung. Aber oberste Prämisse der Genossen­schaft ist die Absicherung des Geschäfts­betriebs des Stadtrevue-Verlags und somit die Sicherung der Zukunft des Stadt­magazins Stadtrevue als lokal­journalis­tisches Medium mit macht­kritischer Per­spektive in Köln. Dafür werden wir in abseh­barer Zeit alle Ressourcen benötigen.

Was genau ist beim Thema Aufsichts­rat mit »selbst­ständige, aktiv tätige Mitglieder oder Personen, die zur Vertretung solcher Mitglieder befugt sind« gemeint (§24)?

Das bedeutet, dass es sich bei Auf­sichts­rats­mit­gliedern um natür­liche Personen handeln muss, und falls es sich um juristische Personen handelt (z.B. eine Firma), muss diese durch eine aktive (= selbst­ständige = natürliche) Person im Aufsichts­rat vertreten sein.

Was macht der Förderverein Stadt­recherche e.V.?

Er wird einzelne journalis­tische Projekte fördern. Diese Projekte werden vom Verein mit der Redak­tion und den invol­vierten Journa­list:innen diskutiert und verein­bart. Stadt­recherche wird einen Recherche­fond aufbauen, der unsere journalis­tische Arbeit zu Themen der Stadt­gesell­schaft länger­fristig unter­stützen kann. Wir werden im Heft und online regel­mäßig über die Aktivitäten des Vereins berichten und geförderte Pro­jekte vor­stellen. Der Verein ist kein Teil der Genossen­schaft, er existiert unab­hängig. Der Verein steht allen offen, auch Mit­gliedern der Genossen­schaft. Seine Arbeit hat er bereits aufge­nommen: stadtrecherche.de

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Stadtrevue Juni

28.5. — 24.6.

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