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StadtRevue Blog

09.10.2013
14:30

Netzmusik #13: Emil Klotzsch, Von Korf

Netzmusik

Dieses Mal in der Netzmusik: Emil Klotzsch aus Köln unterwegs auf den Netlabels dieser Welt und Von Korf, die am 18. Oktober 2013 im Rahmen des Cologne Commons Festivals auftreten werden. Wie immer auch zu lesen in der aktuellen gedruckten Stadtrevue (Oktober 2013).

Emil Klotzsch - 4 (Camomille)

Emil Klotzsch - 4

Emil Klotzsch aus Köln ist Netzmusiker der ersten Stunde: Im Januar 2005 veröffentlichte er sein Debutalbum auf dem US-amerikanischen Netlabel One. Mit "4“ legt er nun sein neuestes und mittlerweile siebtes Album vor, erschienen beim Camomille Netlabel aus Montreal, Kanada. (Update: Mittlerweile hat Camomille den Betrieb eingestellt, Link funktioniert trotzdem, einfach auf "Continue to web site" klicken oder hier direkt runterladen)

Nach seinem berührenden - und mutigen! - Album "Deutsche Lieder", auf dem er unter anderem Goethes Gedicht "Köng von Thule" vertonte, folgt mit "4" nun ein Album, das sich irgendwo zwischen Neoklassik und experimenteller elektronischer Musik verorten lässt. Erinnerungen an Max Richter und den frühen Pole werden wach. Hört man sich das ganze – und das sollte man – über Kopfhörer an, so lassen einen die ambienten, geloopten Piano-Tupfer und dubbige Feedback-Schleifen in sanfter Melancholie zunächst wohlig dahindösen, bis man plötzlich und sehr unerwartet von kreischenden Filtersounds jäh aus einem Traum mit schönen Bildern gerissen wird.

Emil Klotzsch. Bild: filmtongestalter.de

Emil, professioneller Sounddesigner und Filmtongestalter, setzt sich gerne selbst Grenzen. Das fördere die Kreativität, sagt er. Und so hat er dieses Album lediglich mit einem Tenori-On (ein vor einiger Zeit mit viel TamTam eingeführter visueller Sequenzer), zwei Filterboxen und einem Mixer produziert. Mit seiner "Nischenmusik" fühlt er sich außerhalb des traditionellen Musikbusiness bestens aufgehoben. Von seiner Musik würden bei einem traditionellen Label bestenfalls 100 CDs und wenige Downloads verkauft, sagt er, und konstatiert, dass er beim richtigen Netlabel eine wesentlich höhere Aufmerksamkeit und Verbreitung für seine Musik erreicht. Die gibt es zum freien Download unter CC-Lizenzen im Netz – gespendet werden darf selbstverständlich.

Von Korf – Niemand ist

Von Korf - Niemand ist

Die Band veröffentlicht schon seit Jahren unter Creative Commons-Lizenz, offenbar Überzeugungstäter. Ihren Stil beschreiben sie selbst mit "Krautrock und digitale Protestlieder"- das ist treffend. Titel wie "Marktversagen", "Halber Mensch" oder "Ist das alles?" haben mahnende Texte mit viel Sozialkritik, aber zum Glück ohne erhobenen sozialpädagogischen Zeigefinger. Die Band spielt reduziert, ohne Effekthascherei, auf den Punkt. Gerne auch mal für ein paar Lieder instrumental. Insgesamt ein gelungenes Update für ein vergessenes Genre: Deutschrock 2.0.

Download: Von Korf – Niemand ist (Bandcamp)

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